Den deutschen Versicherern wurden im vergangenen Jahr nach einer vorläufigen Schätzung rund 160.000 versicherte Wohnungseinbrüche gemeldet. Damit erreicht die Zahl der versicherten Einbrüche den höchsten Stand seit 2003.

Quelle: Zahl der Wohnungseinbrüche erreicht Höchststand | GDV


Wie kann man sich und sein Zuhause wirksam schützen?

Gelegenheit macht Diebe” – das trifft leider wohl auch auf Einbrecher zu. Gem. Einbruch-Report des GDV unterscheiden sich die Einbruchsstellen nach Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern. Während sich Einbrecher bei Einfamilienhäusern zu über 80% über Terrassentüren und Fenster Zutritt verschaffen, kommen sie bei Mehrfamilienhäusern in der Regel durch die Eingangstür.

In fast 80 % der Fälle konnte nicht festgestellt werden, welches Werkzeug zum Einbruch genutzt wurde. Meist kam gar kein Werkzeug zum Einsatz, sondern es wurde eine „günstige Gelegenheit“  genutzt (z. B. offene Fenster oder Türen) oder körperliche Gewalt eingesetzt.

Daraus lassen sich auch schon ganz einfache Tipps ableiten:

  • Türen immer abschließen; einfaches Zuziehen reicht nicht.
  • Fenster bei Abwesenheit immer schließen.
  • Keine Schlüssel in Außenverstecken – die Verstecke sind meist bekannt und werden schnell gefunden.
  • In Sicherungstechnik investieren, wie spezielle Schlösser für Fenster und Türen.
  • Außenbereiche bei Dunkelheit beleuchten, beispielsweise durch Lampen mit Bewegungsmeldern.

Mehr Tipps zum Einbruchschutz finden Sie hier: GDV – So vermeiden Sie Wohnungseinbrüche

Wie kann man das finanzielle Risiko eines Einbruchs absichern?

Beschädigungen am Gebäude

Werden im Zusammenhang mit einem Einbruch Gebäudeteile beschädigt (Türen, Fenster etc.) sind diese grundsätzlich nicht in den Standardbedingungen mitversichert (Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel, Elementarschäden), sondern nur über Deckungserweiterungen (z.B. Opfer einer polizeilich angezeigten Straftat) oder Zusatzbausteine (z.B. unbenannte Gefahren/ Allgefahrendeckung) .

Tipp: Überprüfen Sie Ihre bestehende Wohngebäudeversicherung hinsichtlich der Mitversicherung von Einbruchschäden!

Beschädigung/Diebstahl von Hausrat

Die Hausratversicherung leistet grundsätzlich nach einem Einbruch zum Neuwert, wenn z.B. Hausratgegenstände/Wertsachen gestohlen wurden (Einbruchdiebstahl). Allerdings wurden für nur knapp jeden 2. Haushalt überhaupt Hausratversicherungen abgeschlossen (25,4 Mio Verträge bei ca. 40 Mio Haushalten – Quelle: statistisches Taschenbuch der Versicherungswirtschaft).

Der Einbruch muss nachgewiesen werden, z.B. durch Einbruchspuren an Fenstern und Türen. Letzteres fällt natürlich schwer, wenn man die oben genanntenTipps zum Schutz seines Zuhauses missachtet hat und der Täter z.B. durch ein offenes Fenster einsteigt oder einfach den unter der Fußmatte deponierten Ersatzschlüssel nutzt.

Die Möglichkeiten für Deckungserweiterungen verschiedenen Anbieter sind hier sehr vielfältig: z.B. Kreditkartenmissbrauch, Vandalismus, Telefonmissbrauch, Wertsachen (Summengrenzen, Art der Wertsachen, Aufbewahrungsobliegenheiten etc.), beruflich genutzte Gegenstände,  Rückreise- und Hotelkosten uvm. Die Versicherungssumme sollte (auch für den Unterversicherungsverzicht) korrekt ermittelt und auf eine Reduzierung der Versicherungsleistung wegen z.B. grob fahrlässigem Verhalten verzichtet werden. Auch vertragliche Obliegenheiten (z.B. Vorgaben zu Mindestsicherungen an Türen und Fenstern) sollten genau beachtet werden.

Im Leistungsfall haben Sie einige Obliegenheiten zu beachten => wichtigen Hinweise im Schadensfall!

Tipp: Ermitteln Sie gemeinsam mit einem unabhängigen Versicherungsmakler die korrekte Versicherungssumme und die für Sie passenden Tarife.


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Zahl der Wohnungseinbrüche erreicht 2015 Höchststand
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